Dieser Artikel befasst sich mit theoretischen und vor allem praktischen steuerlichen Fragestellungen in Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie.
Nach der Klärung der relevanten Begriffe «Blockchain» und «Kryptowährungen» und einer Zusammenfassung über den aktuellen Stand der Regulierung respektive der anwendbaren Praxis in Bezug auf die Blockchain-Industrie in der Schweiz werden grundsätzliche steuerliche Beurteilungskriterien für Blockchain-Projekte erörtert (kommerziell vs. nicht-kommerziell).
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Dieser Artikel befasst sich mit theoretischen und vor allem praktischen steuerlichen Fragestellungen in Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie.
Nach der Klärung der relevanten Begriffe «Blockchain» und «Kryptowährungen» und einer Zusammenfassung über den aktuellen Stand der Regulierung respektive der anwendbaren Praxis in Bezug auf die Blockchain-Industrie in der Schweiz werden grundsätzliche steuerliche Beurteilungskriterien für Blockchain-Projekte erörtert (kommerziell vs. nicht-kommerziell). Weiter thematisiert der Artikel praxisrelevante steuerliche Aspekte des Phasenmodells gemäss International Fiscal Association (IFA), wobei insbesondere auf die steuerlichen Aspekte in Zusammenhang mit der Projektrückstellung eingegangen wird. Token im Eigenbesitz, die Behandlung von Konvertierungsdifferenzen, die Gewerbsmässigkeit in Zusammenhang mit Mining und Staking sowie Bewertungsaspekte von Token bilden weitere Themenbereiche. Abschliessend werden die Ausführungen mit praktischen Erkenntnissen aus dem Veranlagungsverfahren ergänzt.
In der Schweiz gibt es bisher weder steuerliche Spezialnormen noch Leitentscheide vom Bundesgericht, so dass grundsätzlich die allgemeinen Besteuerungsgrundsätze zur Anwendung kommen. Mit der Publikation der implementierten Praxis im Arbeitspapier der Eidg. Steuerverwaltung vom 14.12.2021 für die Besteuerung von Blockchain-Projekten wurden verschiedene Fragestellungen aufgegriffen und ausgeführt.
Der technologische Fortschritt geht jedoch weiter und damit auch die Entwicklung der Geschäftsmodelle der verschiedenen Blockchain-Unternehmen. Die neuen Innovationen führen dazu, dass die bisherige steuerliche Praxis laufend überprüft werden muss und allfällig Anpassungen notwendig sein werden. Das Ziel bleibt jedoch, dass die Schweiz Rahmenbedingungen anbieten kann, die für innovative Geschäftsmodelle attraktiv bleiben.
Gemäss dem CV VC 50 Report01 waren im Crypto Valley im Jahr 2022 ungefähr 1’135 Blockchain-Gesellschaften ansässig, die rund 5'800 Mitarbeitende beschäftigten. Die Marktkapitalisierung dieser Gesellschaften betrug gemäss diesem Report USD 185 Mrd. Die Grossbank UBS lancierte im November 2022 die weltweit erste digitale Anleihe, die sowohl an Blockchain-basierten als auch an traditionellen Börsen
Praktische Erfahrungen bei der Besteuerung von Blockchain-Projekten | zsis.ch