1. Sachverhalt
Der Immobilienfonds mit dem Namen Immo Real Estate Fund, der seinen Sitz in Genf hat, wird von der Gesellschaft Immo Management SA mit Sitz in Genf verwaltet. Der Immobilienfonds ist vertraglicher Natur und besitzt direkt gehaltene Anlageimmobilien in den Kantonen Genf, Waadt und Freiburg.
Aus organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen wurde beschlossen, die Fondsverwaltung zu wechseln und die Verwaltung des Immobilienbestands des Immo Real Estate Fund künftig einer Fondsverwaltung mit Sitz im Kanton Waadt namens Profond Management SA zu übertragen.
Bevor jedoch dieser Wechsel des Dienstleisters in der Fondsverwaltung vollzogen wird, sollen die steuerlichen Auswirkungen dieser Übertragung geprüft werden, da einige der Ansicht sind, dass der Wechsel der Fondsleitung zu einer Besteuerung im Rahmen der Handänderungssteuer (oder der Eintragungsgebühren im Kanton Genf) führen könnte.
Frage
- Wird der Wechsel der Fondsleitung zu einer Besteuerung in den Kantonen Genf, Waadt und Freiburg führen?
1. Sachverhalt
Der Immobilienfonds «Pro Invest Real Estate» mit Sitz in Zürich besitzt Immobilien im Kanton Genf. Im Rahmen der interkantonalen Aufteilung der steuerbaren Elemente weist der Fonds die Immobilien in seiner Steuererklärung zum Buchwert aus. Somit werden die Immobilien im Kanton Genf mit einem Wert von CHF 219'000'000 deklariert, was zu einem Anteil des steuerbaren Eigenkapitals im Kanton Genf von rund CHF 152'000'000 bei einem Gesamtbetrag von CHF 348'000'000 führt.
In den folgenden Jahren erfolgte die interkantonale Aufteilung der steuerpflichtigen Elemente nach dem gleichen Schema. Der Kanton Genf vertrat jedoch die Auffassung, dass die für die Kapitalsteuer massgebenden Werte sich aus den Steuerwerten und nicht aus den Buchwerten ergäben, was zu einer Erhöhung der Steuerbemessungsgrundlagen im Kanton Genf wie folgt führte:
- Für 2012 ergab sich ein Steuerwert der Liegenschaften von CHF 248'000'000 statt CHF 219'000'000, was zu einer Erhöhung der Bemessungsgrundlage für die Kapitalsteuer auf CHF 176'000'000 statt CHF 152'000'000 führte;
- Für das Jahr 2013 einen Steuerwert der Immobilien im Kanton Genf von CHF 259'000'000 statt CHF 227'000'000, was zu einer Kapitalsteuer führt, die auf CHF 183'000'000 statt CHF 150'000'000 berechnet wird.
Eine ähnliche Berichtigung wird für die Steuerperioden 2014 und 2015 vorgenommen, was jeweils zu einer Erhöhung der Steuerbemessungsgrundlage um mehrere Dutzend Millionen führt.
Frage
- Können die vom Kanton Genf nach kantonalem Recht berechneten Steuerwerte im Rahmen der Kapitalsteuer herangezogen werden?
1. Sachverhalt
Simon, wohnhaft im Kanton Waadt, ist Aktionär einer Immobiliengesellschaft namens Immo Valio SA mit Sitz im Kanton Waadt. Diese ist Eigentümerin von Immobilien in den Kantonen Freiburg, Waadt und Genf. Simon wird von einer Immobilien-SICAV mit Sitz in Genf angesprochen, die einen Teil des Immobilienbestands der Immo Valio SA erwerben möchte, und zwar die folgenden Liegenschaften:
- Ein Gebäude in der Stadt Freiburg für einen Betrag von CHF 2'000'000, dessen steuerlich massgebender Buchwert CHF 1'200'000 beträgt;
- Zwei Gebäude im Kanton Waadt mit einem Gesamtmarktwert von CHF 8'000'000 und einem Buchwert von CHF 2'000'000;
- Zwei Immobilien im Kanton Genf mit einem Verkehrswert von CHF 12'000'000 und einem Buchwert von CHF 3'000'000.
Die Immobilien-SICAV möchte jedoch nicht den gesamten Immobilienwert in bar bezahlen, sondern einen Teil über einen Anteils-Swap (Asset Swap) und einen Teil in bar abwickeln, um so eventuelle steuerliche Kosten im Zusammenhang mit dieser Transaktion zu decken.
Fragen
- Wie wird der Tausch der Immobilien auf Ebene der Immo Valio SA steuerlich behandelt?
- Welche steuerlichen Konsequenzen ergeben sich auf Ebene der Immobilien-SICAV?
Variante
Die Immo Valio SA erhält somit Anteile im Wert von CHF 10'000'000. Der Wert der von der Immobilien-SICAV im Rahmen des Rückkaufs der Immobilien ausgegebenen Aktien belief sich auf CHF 200, was insgesamt 50'000 Aktien entspricht.
Fragen
- Wie werden die von der Immobilien-SICAV an die Immo Valio SA ausgeschütteten Erträge steuerlich behandelt?
- Wie sieht die steuerliche Behandlung aus, wenn die Immo Valio SA die Anteile zu einem Preis von CHF 250 pro Stück verkauft, was einen Gewinn von CHF 2'500'000 ergibt?
1. Sachverhalt
Der vertraglich organisierte Anlagefonds mit dem Namen Swiss German Real Estate hat seinen Sitz im Kanton Zürich. Es handelt sich um einen gemischten Immobilienfonds (FPI).
Er besitzt drei kürzlich im Kanton Waadt erworbene Immobiliengesellschaften, die drei Mietliegenschaften in Morges halten. Diese drei Immobiliengesellschaften mit den Bezeichnungen SI Rue du Marché 7, SI Rue du Marché 9 und SI Rue du Marché 11 sind in Wirklichkeit aneinandergrenzende Liegenschaften.
Der Immobilienfonds beabsichtigt daher, diese zu fusionieren, um die Struktur zu vereinfachen und die Kosten zu senken.
Jedes der von den SI gehaltenen Gebäude weist folgende steuerliche Schätzwerte auf:
- Rue du Marché 7: Steuerwert von CHF 9'000'000;
- Rue du Marché 9: Steuerwert von CHF 11'000'000;
- Rue du Marché 11: Steuerwert von CHF 10'000'000.
Darüber hinaus besitzt der REIT Swiss German Real Estate vier Immobilien in Lausanne, deren steuerlicher Schätzwert insgesamt CHF 30'000'000 beträgt.
Fragen
- Hat die Fusion Auswirkungen auf die zusätzliche Liegenschaftssteuer?
- Ist es bei direkt gehaltenen Immobilien sinnvoll, dass der Swiss German Real Estate Fund die zusätzliche Liegenschaftssteuer entrichtet?