- Unternehmen
Finanzierung von MBOs
Workshop anlässlich des ISIS)-Seminars vom 14./15. September 2020 mit dem Titel «Steueroptimierte Unternehmensnachfolge - Chancen und Risiken fundamental verschiedener Nachfolge-Optionen»
Welches sind die Erfolgsfaktoren bei MBOs (ohne Beteiligung von Finanzinvestoren)?
Was sind die typischen Eckwerte einer MBO Finanzierung?
Drei Mitarbeiter beabsichtigen den Kauf sämtlicher Aktien am Dienstleistungsunternehmen ABC AG. Der bisherige Unternehmensinhaber und Alleinaktionär möchte sein Lebenswerk seinen drei langjährigen Kadermitarbeitern übergeben. Um die aus seiner Sicht ideale Nachfolgelösung erfolgreich umsetzen zu können ist er bereit sein Unternehmen zu einem unter dem aktuellen Vermögenssteuerwert liegenden Preis zu veräussern. Bei seinen Überlegungen zum Verkaufspreis gilt es zu berücksichtigen, dass das Unternehmen aufgrund seines nach aussen äusserst prominenten Auftritts primär mit ihm als Unternehmensinhaber in Verbindung gebracht wird.
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aktien beabsichtigen die drei Aktionäre untereinander einen Aktionärbindungsvertrag abzuschliessen.

Nachrangig zur Bankfinanzierung gewährt der Verkäufer den Käufern (bzw. der von ihnen gehaltenen AkquiCo) ein Verkäuferdarlehen. Das Bankdarlehen ist mit 1.5% p.a. zu verzinsen und innert 7 Jahren zu amortisieren. Das Verkäuferdarlehen ist hingegen unverzinslich und vorderhand nicht zwingend zu amortisieren.
Welche Steuerfragen stellen sich?
Unter den drei Kadermitarbeitern befindet sich auch der Sohn des Unternehmensinhabers. Die Übertragung von 60% der Aktien an den Sohn wird in Form eines Erbvorbezugs abgewickelt. Die beiden anderen Mitarbeiter sollen im Rahmen des MBO je einen 20% Aktienanteil am Dienstleistungsunternehmen übernehmen.

Welche Herausforderungen stellen sich im Hinblick auf den benötigten Akquisitionskredit?
Was gilt es bei einem bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsplan zu beachten?
Im vorliegenden Sachverhalt geht es um den Kauf eines Unternehmens durch einen Finanzinvestor mit finanzieller Beteiligung des aktuellen Managements. Solche Akquisitionen werden im Allgemeinen durch eine Kombination von Eigenkapital, Aktionärsdarlehen vom Finanzinvestor und einem Bankkredit (Akquisitionskredit) finanziert.
Mögliche Finanzierung:

Vor drei Jahren hat das Management der XYZ AG sämtliche Aktien vom bisherigen Unternehmensinhaber erworben. Finanziert wurde die Akquisition unter anderem mit einem Bankdarlehen, welches eine lineare Rückführung des Kreditbetrages über 5 Jahre vorsieht. Per Erlass der Notverordnungsbestimmungen für die Überbrückungskredite für Unternehmen, welche mit Corona-bedingten Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, waren noch zwei Amortisationszahlungen sowie aufgelaufene Zinsen offen. Die XYZ AG musste aufgrund der stark eingebrochenen Umsatzzahlen einen sogenannten COVID-19 Kredit, d.h. Kredit bis max. CHF 500'000, bei ihrer Hausbank beantragen.

Wie und in welchem Rahmen können resp. dürfen die ausstehenden Verpflichtungen aus dem Akquisitionskredit bedient werden?
Grundlagen: